Roboter in der Logistik – flinke Helfer packen mit an

Produkte so schnell wie möglich sortieren, verpacken und auf den Weg bringen – das ist die tägliche Herausforderung für Logistikzentren. Bei einer Zunahme an Aufträgen kommt es leicht zu Lieferengpässen. Die Lösung: Automatisierung. Roboter helfen, die Ware schneller und effizienter zum Kunden zu bringen.

Der Onlinehandel boomt, durch die Corona-Pandemie kam ein weiterer Wachstumsschub. Aber nicht nur die Menge an Paketen nimmt zu, auch die Paketvielfalt. Und die Ansprüche der Kunden steigen: So lassen etwa 24-Stunden-Lieferungen und die Individualisierung die Aufgaben für Distributionszentren immer komplexer werden. Zudem sind viele Aufgaben in der Logistik monoton und ermüdend – das macht es immer schwieriger, Mitarbeitende zu finden.

Großes Potenzial für Automatisierung

Hier helfen Automatisierungslösungen. Wo sonst flinke Hände zugange sind, übernehmen Roboter die Arbeitsschritte. Sie entlasten die Mitarbeitenden von sich wiederholenden, immer gleichen Arbeiten, sodass diese sich anspruchsvolleren Tätigkeiten widmen können. Experten sehen großes Potenzial für eine Automatisierung der Logistik. Insbesondere ein strukturierterer Aufbau von Logistikzentren, der sich in den vergangenen Jahren durchgesetzt hat, ermöglicht den gezielten Einsatz von Robotern.

Schnell, präzise und zuverlässig

Depalettieren, Kommissionieren, Konsolidieren: Roboter bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Ob Paletten, Kisten und Pakete unterschiedlicher Größe entladen und sortieren, bestellte Waren in Pakete packen oder Kisten sowie Artikel möglichst kompakt für den Versand vorbereiten – sie übernehmen viele Jobs schnell, präzise und zuverlässig.

Das steigert die Effizienz von Fullfilment-Zentren deutlich. Ein Beispiel: Apotea, mit wöchentlich über 170.000 Warensendungen Schwedens größte Online-Apotheke, wächst rasant. In seinem neuen Logistikzentrum hat das Unternehmen Teilabläufe automatisiert – und damit die Produktivität um 30 Prozent gesteigert. Drei Roboter des Typs IRB 4600 sortieren in drei Zellen in kurzen Zykluszeiten Pakete direkt in die dafür vorgesehenen Transportwagen.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Ein weiteres Plus: Roboter sind flexibel. Vor allem kollaborative Roboter wie GoFa oder SWIFTI, die gemeinsam mit den Mitarbeitenden agieren, lassen sich schnell umprogrammieren und an veränderte Anforderungen anpassen – bequem per App auf dem Tablet. Im Gegensatz zu Industrierobotern benötigen sie keinen Sicherheitszaun und können leichter an einen anderen Platz versetzt werden.

Auch erweitert Künstliche Intelligenz (KI) die Einsatzmöglichkeiten: Selbstlernende Roboter sind in der Lage, Aufgabenbereiche zu übernehmen, die für herkömmlich programmierte Roboter zu vielfältig und komplex sind. Sie können Objekte unterschiedlichster Art eigenständig identifizieren und greifen.

Neue Technologien wie KI-unterstütze Systeme und kollaborative Lösungen, gepaart mit der Expertise in der Fertigung und im Servicebereich wie von ABB, helfen, das große Potenzial von Automatisierungslösungen in der Logistik zu erschließen. Dank skalierbarer Systeme können Logistikzentren den verschiedenen Anforderungen gerecht werden. So lassen sich Warenströme künftig schneller und zuverlässiger abfertigen.

 

Podcast: Wann Roboter im Mittelstand sinnvoll sind

In dieser Folge „Irgendwas mit Logistik“ sprechen Andreas & Jens gemeinsam mit Thorsten Mathäus von ABB über die Einsatzmöglichkeiten von Robotik in der Intralogistik. Thorsten hat uns dabei erklärt für welche Einsatzfelder Robotik in der Logistik denkbar ist, worauf es dabei vor allem im Mittelstand ankommt, wann sich Roboter tatsächlich lohnen und wie ABB der Switch aus dem industriellen Umfeld gelingen soll.
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